Für sie. Für ihn. Für alle.
Für sie. Für ihn. Für alle.

Wirtschaft und Innovation

 Kassel ist nicht mehr mit der Stadt zu vergleichen, die vor 20 Jahren vom Zonenrandgebiet in die Mitte eines vereinigten Deutschlands rückte. Mit ihrer bemerkenswerten Aufholjagd hat Kassel alle Experten überrascht. Innerhalb von nur fünf Jahren ist die Arbeitslosigkeit fast halbiert worden und sind 6.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden.

Im Zentrum unserer Wirtschaftspolitik steht…

Kassel hat sich zu einem modernen Dienstleistungsstandort entwickelt und ist gleichzeitig ein innovativer Industriestandort geblieben. Oberzentrum und Region verfügen über eine überdurchschnittliche Konzentration zukunftsfähiger Branchen. Die landeseigene Hessen-Agentur prognostiziert, dass die Wirtschaft in Nordhessen bis 2030 überdurchschnittlich stark wachsen wird. Die Industrie- und Handelskammer rechnet in diesem Jahr mit einer hohen Innovationsbereitschaft und massiven Investitionen. Auch das Handwerk geht mit Zuversicht ins neue Jahr; man rechnet mit einem Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent, einem Beschäftigungszuwachs und einer erfreulichen Ausbildungsbereitschaft.

Jüngst veröffentlichte Wirtschaftsminister Posch (FDP) die Rahmendaten der langfristigen Bevölkerungsentwicklung. Während bis 2030 in Nordhessen ein Bevölkerungsrückgang von 11 Prozent erwartet wird, bleibt Kassel stabil. Im Jahr 2010 ist die Einwohnerzahl unserer Stadt um 900 gestiegen. Ein Indiz für die gute Lage ist zudem der Schuldenabbau der Stadt. Regierungspräsident Dr. Lübcke (CDU) bestätigte dieser Tage, dass Kassel seit 2005 insgesamt 100 Millionen Euro Schulden abgebaut hat!

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Doch nichts illustriert eindrucksvoller als die Gewerbesteuereinnahmen, mit welchem Tempo sich Kassel nach vorne gearbeitet hat und wie gut die Stadt durch die Krise gekommen ist. 2008 war mit 143 Millionen Euro das bisher beste Jahr. Im Krisenjahr 2009 haben wir gegenüber diesem Spitzenwert nur 10 Prozent verloren, während bundesweit ein Rückgang von 20 Prozent und mehr zu verzeichnen war. Und 2010 ist statt der veranschlagten 120 Millionen Euro die neue Rekordsumme von 160 Millionen Euro in die Stadtkasse geflossen. Noch beeindruckender ist der Blick auf längere Zeitreihen: Von 1999 bis 2004 betrugen die Einnahmen 478 Millionen Euro, in meiner Amtszeit (2005 bis 2010) stiegen sie auf 810 Millionen Euro.

Der Wachstumsmarkt ist Energieeffizienz und Erneuerbare Energien…

In allererster Linie ist das dem Zusammenspiel von kluger strategischer Unternehmensführung und hoch motivierter Belegschaften zu verdanken. Dieser Erfolg ist aber auch das Ergebnis von vernünftigen Rahmenbedingungen, die wir vor Ort geschaffen haben, einer vorausschauenden Infrastrukturplanung, einer zielgerichteten Wirtschaftsförderung und einer effizienten Verwaltung.

Aus der deutlichen Botschaft, dass Kassel ein starker Standort ist, erwächst zugleich die Verpflichtung, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Und dazu gehören neue attraktive Gewerbegebiete und eine noch stärkere Zusammenarbeit mit dem Umland. Auf dem Fundament dieser großartigen Erfolge können wir viel dafür tun, damit immer mehr Menschen an diesem Erfolg partizipieren und der Stadt Handlungsspielräume eröffnet werden. Darin liegt für uns alle die Herausforderung, das beschreibt unsere gemeinsame Gestaltungsaufgabe und unser gemeinsames Ziel. Und dafür werde ich weiter hart arbeiten.

Innenstadt mit Flair

Kasseler Innenstadt

 Seit der konsequenten Ablehnung einer überdimensionierten Erweiterung des DEZ-Einkaufszentrums in Niederzwehren hat sich die Kasseler Innenstadt zu einem attraktiven Einkaufs- und Aufenthaltsstandort entwickelt. Im Zweckverband Raum Kassel hat sich ein Konzept durchgesetzt, das die jeweiligen Zentren stärkt und die Peripherie, die grüne Wiese, auf ein Minimum beschränken will. Natürlich gibt es immer wieder noch Altlasten, wie die Erweiterung des Ratio, weil die Stadt Baunatal ihren Bebauungsplan nicht an das gemeinsame Konzept des Zweckverbandes angepasst hatte.

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Auch Geschäftsschließungen lassen sich nicht gänzlich verhindern, wenn inhabergeführte Geschäfte keine Nachfolger finden oder Konzernzentralen Filialen schließen. Sichtbar ist in der Kasseler Innenstadt aber der Blick nmach vorn, wie man an dem Neubau von Peek und Cloppeburg am Königsplatz sieht.

Nach der Fertigstellung des Auebades und der Schließung des Stadtbads Mitte wird es darauf ankommen, für diese Liegenschaft eine vernünftige Nutzung zum Wohl der Innenstadt zu finden, damit eine Brücke zwischen Einkasufsmeile und Universität entsteht.

40 Jahre Universität Kassel

 In diesem Jahr feiern wir stolz die 40-jährige Erfolgsgeschichte der Universität Kassel. Ihre Gründung im Jahre 1971 war die strukturpolitisch wichtigste Weichenstellung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Universität ist mit über 2.700 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber. Absolventen der Universität dürften bislang mindestens 10.000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen haben – nicht nur im Technologiesektor wie den erneuerbaren Energien, sondern auch im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Die über 20.000 Studentinnen und Studenten machen unsere Stadt jünger, lebendiger und bunter. Die Uni pflegt zudem Kooperationen mit fast 300 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in aller Welt.

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Es ist ein Glücksfall, dass wir auf das Knowhow einer Universität zurückgreifen können, die sich zu ihrer regionalen Verantwortung ausdrücklich bekennt und den Ruf einer unternehmerischen und praxisorientierten Hochschule genießt. Der professionelle Wissenstransfer in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche hat maßgeblich zur guten Entwicklung Kassels beigetragen. Diesem Einfluss kann man überall nachspüren.

Auf dem neuen Universitätscampus in der Kasseler Nordstadt findet in den kommenden Jahren ein Konzentrationsprozess statt, der das bislang entstandene Wissen und die Erfahrung aus vier Jahrzehnten zusammenführt. Das wird dem Wissenschaftsstandort wie dem Quartier neue Impulse geben. Die Stadt und ihr Oberbürgermeister werden diesen Prozess auch in Zukunft begleiten und fördern, denn am Holländischen Platz und den anderen Standorten liegt ein großes Stück Zukunft für Stadt und Region. Deshalb engagieren wir uns auch finanziell beim „Science Park“, einem wissenschafts- und technologieorientierten Gründerzentrum.

Stadt und Universität haben in den vergangenen Jahren ihre traditionell guten Beziehungen weiter vertieft. Das Verhältnis ist – persönlich wie sachlich – eng und herzlich, die Zusammenarbeit von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Jährlich finden ein bis zwei Spitzengespräche zwischen den hauptamtlichen Magistratsmitgliedern und dem Hochschulpräsidium statt, die Stadt empfängt in jedem Jahr die Erstsemester, die neu berufenen Professorinnen und Professoren sowie die Teilnehmer der Sommer- und Winteruniversität im Kasseler Rathaus. Ich bin dankbar, dass die Stadtverordnetenversammlung meine Initiative aufgegriffen hat und den Uni-Präsidenten Prof. Rolf-Dieter Postlep regelmäßig einlädt, um sich von ihm über die Entwicklung unserer Universität berichten zu lassen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche ständige oder projektbezogene Kooperationen zwischen den Ämtern des Rathauses und den Fachbereichen der Universität. Dass Hochschulen  ein wesentlicher Faktor der Wirtschaftsentwicklung in einer Region sind – Kassel liefert dafür den besten Beweis. Auf diesem Fundament lässt sich weiter aufbauen.

Ein gedanklicher Spaziergang durch die Kulturstadt Kassel

 Kunst und Kultur in all ihren Ausdrucksformen sind Elixiere einer demokratischen Stadtgesellschaft. Das gilt gerade dann, wenn sich eine Stadt in wesentlichen Teilen darüber definiert. Die Kulturschaffenden aller Epochen haben in Kassel ein Vermögen aufgebaut, das mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist. Kassels kultureller Reichtum hat Lebensqualität geschaffen, Lebensfreude entstehen lassen, Toleranz und Weltoffenheit erzeugt.

Für mich als Kulturdezernet sind Museen und documenta…

Was allein die Magie der documenta dazu beigetragen hat, unser Sehen, Empfinden und Denken zu verändern, ist von unschätzbarem Wert. Der letzten documenta sind die Menschen mit einer nie dagewesenen Leichtigkeit  begegnet. Deshalb leisten wir uns guten Gewissens Kunst und Kultur, und lassen uns dieses Engagement auch etwas kosten. Ich bereue keinen Cent, die wir in die documenta oder in die freie Szene investiert haben, in das Kulturzelt an der Drahtbrücke oder für unser Stadtmuseum.

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Auf unsere Kunst- und Kulturstadt können wir – und darf das Land Hessen - stolz sein. Und wenn die Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft mit dem Brüder-Grimm-Museum auf dem Weinberg und dem umgebauten Stadtmuseum abgeschlossen und der Bergpark in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wird, spielen wir in der ersten europäischen Liga.

Wollen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen? Ich lade Sie zu einem kleinen Spaziergang ein – entlang eines Weges, an dem wie auf einer Perlenkette eine unglaubliche Vielzahl kultureller Institutionen funkelnd aufgereiht sind.

Wir starten am Kulturhaus Dock 4, schlendern – während uns die Fremden von Thomas Schütte beobachten - am Fridericianum vorbei Richtung Friedrichsplatz, überqueren die Frankfurter Straße, wo wir eine Schulklasse kreuzen, die sich die neue Sonderausstellung im Ottoneum ansehen möchte. Das Staatstheater und die documenta-Halle passieren wir zur Linken, werfen durch den Rahmenbau einen kurzen Blick in die Karlsaue und die Orangerie und gehen in südlicher Richtung weiter. Dort erwartet uns schon das AOK-Gebäude mit der Klanginstallation des documenta 9-Künstlers Max Neuhaus.

Wir genießen die unvergleichlichen Perspektiven, die die Schöne Aussicht bietet. Hier war einst die feinste Adresse Kassels. Sie ist wieder eine feine Adresse geworden – nicht, weil wie früher hohe Beamte und Prinzen entlang dieser Promenade mit dem exklusiven Blick residieren, sondern weil sie herausragende Standorte der Kasseler Kunst- und Kulturlandschaft miteinander verbindet:

Es folgt das denkmalgerecht sanierte Palais Bellevue, und gegenüber steht die Neue Galerie, die als Haus der Moderne den Anforderungen einer modernen Sammlung entspricht. Wir überqueren ein paar Schritte weiter erneut die Frankfurter Straße auf einer barrierefreien Fußgängerbrücke und stehen vor dem Neubau des Tapetenmuseums am Weinberg. In Sichtweite liegen die Murhardsche Bibliothek und das wieder eröffnete Landesmuseum. Wir schlendern weiter zum Brüder-Grimm-Museum, das bislang mehr Besucher gesehen hat als in den kühnsten Träumen vorhergesagt. Dafür sorgt auch das spektakuläre Kunstwerk des Chinesen Ai Weiwei. Ein paar Meter weiter beenden wir unsere Tour und trinken in der milden Nachmittagssonne auf der Terrasse des Museums für Sepulkralkultur einen schöne Tasse Kaffee.

Und dann haben Sie noch gar nicht alles gesehen, was die Stadt an bedeutenden Institutionen beherbergt, vom kurfürstlichen Kosmos in Bad Wilhelmshöhe ganz zu schweigen. Berlin hat seine Museumsinsel, Kassel den Kulturboulevard – mitten in der Stadt. Was will man mehr?

Zusammen leben!

 In Kassel gibt es wenig sichtbare Spannungen zwischen Zugewanderten und Einheimischen. Viele Zugewanderte haben längst Kassel als ihre Heimat angenommen. Deshalb fand auch der Bau einer Moschee am Mattenberg ohne große Kontroversen statt. Natürlich gibt es nicht nur Begeisterung, aber das ist nicht anders als bei anderen Bauvorhaben in den Stadtteilen, wenn z.B. Verkehrsprobleme von größeren Zahnarztpraxen angesprochen werden.

Wir brauchen in der
Integration eine weiterhin
positive Entwicklung…

Klar ist für Kassel, dass unsere zugewanderten Mitbürger möglichst gut Deutsch sprechen sollten. Dies erleichtert das Zusammenleben. Natürlich gibt es auch Angebote in Russisch, Türkisch oder Polnisch. Dies sind nämlich die 3 größten Zuwanderergruppen.

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Moschee am Mattenberg

Für die Kinder ist das Deutschlernen noch wichtiger. Deshalb beginnen wir in einigen Kitas bereits im 3.Lebensjahr mit zusätzlichen Sprachkursen, damit gar nicht erst bei der Einschulung Defizite festgestellt werden. Dies wollen wir flächendeckend ausbauen, denn gute Sprachkenntnisse sind das A und O, um einen guten Schulabschluss zu erlangen.

Fuldauferpromenade

 Es liegt in der Natur der Sache, dass man manchmal die ersten Schritte alleine zurücklegt, wenn man neue Wege beschreitet. Dann folgen andere nach und schließlich werden es immer mehr, die mitgehen – wie auf der Fuldauferpromenade. Sie wissen, dass mir dieses Projekt sehr am Herzen gelegen hat. In Kassels Geschichte wurden immer wieder Anläufe unternommen, um die „Stadt am Fluss“ erlebbarer zu machen. Zuletzt waren solche Überlegungen Teil des Planungskonzepts der Bundesgartenschau 1981. Doch scheiterten bislang alle Versuche, diesen von vielen Kasseler Bürgern lang gehegten Wunsch zu verwirklichen.

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Positive Rückmeldungen machen Spaß…

Ich bin froh, dass wir nach langem Ringen und vielen Gesprächen eine tragfähige Lösung und gute Kompromisse im Interesse der wassersporttreibenden Vereine und Gaststätten gefunden haben. Kassel ist nicht nur näher an den Fluss gerückt – ich habe auch den Eindruck gewonnen, dass durch die Kontakte und Einblicke in das Vereinsleben die Wertschätzung und die Sympathie für den Wassersport noch gewachsen sind.

Die Fulda hat seit der ersten Besiedelung das Stadtbild Kassels entscheidend geprägt. Wir waren viel zu lange unachtsam für diese Zusammenhänge und haben uns um Chancen für die Stadtentwicklung gebracht. Heute orientieren wir uns wieder stärker zur Fulda, und nehmen die starken Bindungen zwischen Stadt und Fluss wahr. Dafür steht die Fuldauferpromenade ebenso wie die Unterneustadt oder die Karl-Branner-Brücke. Ich bin sicher, dass in Zukunft weitere attraktive Bausteine hinzugefügt werden, um an vielen Stellen unsere herrliche Flusslandschaft genießen zu können.

P.S.: Ich habe mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass die CDU in ihr „Zukunftsprogramm“ zur Kommunalwahl den Satz aufgenommen hat: „Die Stadt muss darüber hinaus weiter hin zum Fluss – zur Fulda – entwickelt werden.“

Wie sagte der Hase zum Igel? „Ick bün al dor!“